Das Handy

Das Handy

In heutigen Zeiten kann man sich kaum erlauben keins zu haben. Es ist praktisch, es ist klein und erfüllt inzwischen so viele Funktionen, dass Terminkalender, Telefonbuch und sogar das Navigationsgerät unnötig geworden sind – das Handy. Doch wie erfolgte die Entwicklung hin zum Alleskönner-Smartphone? Wie bei allen technischen Errungenschaften mussten auch hier erst kleine Fortschritte gemacht werden, bevor entstehen konnte, was inzwischen mehrfach in jedem Haushalt zu finden ist.

Die Geschichte des Handys

So sah ein Handy in den 1980er Jahren aus

So sah ein Handy in den 1980er Jahren aus

Der Begriff “Handy” klingt auf Anhieb als stamme er aus dem Englischen, doch im englischsprachigen Raum werden die tragbaren Mobiltelefone eigentlich Cellphone, Mobilephone oder einfach nur Mobile genannt. In Deutschland erhielt das tragbare Telefon seine Bezeichnung auf Grund seiner Handlichkeit und seines praktischen Gebrauchs. Seinen Namen bekam das Handy etwa 1993, doch seine Geschichte reicht noch viel weiter zurück. Im Grunde handelt es sich dabei um ein Mobiltelefon das ortsunabhängig verwendet werden kann, da es per Funkt mit dem Telefonnetz kommuniziert. Zu den größten Handyherstellern gehören inzwischen Nokia, Samsung, LG, Sony Erricsson, Appple oder HTC. Erfunden wurde das praktische Gadjet jedoch eigentlich von Motorola. 1983 stellte der Konzern das weltweit erste kommerzielle Mobiltelefon vor und nannte es “Dynatac 8000x”, oder auch “Handie-Talkie“. Davon leitete sich letztendlich auch der später in Deutschland populäre Name “Handy” ab. Doch die Wurzeln des Mobiltelefons reichen noch viel weiter in die Vergangenheit zurück. So begann die Entwicklung bereits im Jahre 1926, als die deutsche Reichsbahn Reisenden der 1. Klasse einen besonderen Service anzubieten begann. Auf der Strecke zwischen Hamburg und Berlin konnten diese mit Hilfe eines Telefondienstes telefonieren. Daraus wuchs die Idee, den mobilen Telefonservice allen Menschen möglich zu machen. Die Entwicklung setzte sich fort. 1958 gab es deutschlandweit die ersten Autotelefone, die aufgrund ihrer Größe und ihres Preises, der rund der Hälfte des Wagenpreises entsprach, jedoch für kaum jemanden erschwinglich waren. Die Hersteller bemühten sich fortan, die Telefonnetze weiter auszubauen, was zunehmend eine Verkleinerung der Geräte ermöglichte. Schließlich wurden Ende der 1980er bis Anfang der 1990er Jahre flächendeckende Mobilfunknetze, die so genannten D-Netze, eingeführt. Dies erlaubte weitere Verkleinerungen der Geräte und führte schließlich dazu, dass Handys auf den Markt kamen, wie sie den heutigen Generationen weitestgehend bekannt sind.

Innovationen und Zukunftsaussichten

Das Handy dient längst nicht mehr einfach der drahtlosen Telekommunikation. Immer mehr Funktionen sind in den letzten Jahren hinzugekommen, sodass inzwischen das Versenden von SMS, die IP-Telefonie, die Nutzung als Kamera, als Navigationssystem, als MP3-Player und als vieles mehr möglich geworden sind. Ach die Kosten für all diese Funktionen halten sich mittlerweile in Grenzen, dann zahlreiche Handyverträge beinhalten inzwischen Flatrates für SMS, Telefonie und auch Internetnutzung. Inzwischen sind nicht einmal mehr reale Tasten nötig, denn immer mehr Hersteller setzen auf die Touch-Screen Funktion. Aus dem einfachen Handy ist inzwischen das Multifunktionsgerät, auch Smartphone genannt, geworden. Und diese Entwicklung scheint sich fortzusetzen. Da das Handy einem Computer mittlerweile kaum noch in etwas nachsteht, ist absehbar, dass sich die Technologien rund um Touch-Screen und um die optimierte Bedienbarkeit noch weiter entwickeln werden. Nokia plant etwa mit seinen Entwürfen eine Launen-Erkenn-Funktion, die dem Anrufer erlaubt, die Stimmung seines Gesprächspartners richtig einzuschätzen. Auch das Touch-Screen soll sich nicht mehr nur auf das Display begrenzen, sondern das gesamte Mobiltelefon umgeben. In Japan gibt es erste Entwürfe, die das Handy zum tragbaren Fernseher werden lassen. Auch wenn das Handy bisher noch etwas davon entfernt ist, ein Hologramm des Gesprächspartners zu zeigen, wie in vielen Filmen und Serien in Aussicht gestellt, bleibt doch abzuwarten, was es in der Zukunft noch alles ermöglichen wird!

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