Die Geschichte des Mobilfunk

Mobilfunk ist heutzutage ein ganz selbstverständlicher Teil unseres Lebens. Mal schnell vom Handy anrufen und den Termin für morgen verschieben, eine SMS schreiben, dass man später kommt, oder das integrierte Navigationssystem nutzen, um möglichst den einfachsten Weg zur Verabredung zu finden – der Mobilfunk bestimmt unseren Alltag mit. Doch das war nicht immer so, der Weg zur Handynutzung dauerte viele Jahre und es waren viele Meilensteine nötig, um zur einwandfreien Mobilfunknutzung zu kommen.

Am Anfang des Mobilfunks stand der Telegraf. Dieser wurde Anfang des 19. Jahrhunderts entwickelt und ermöglichte das Vermitteln von Morsezeichen, jedoch war in der Anfangszeit noch ein Kabel für die Verbindung notwendig. Ende des 19. Jahrhunderts wurden dann die Funkwellen entdeckt, durch die auch eine kabellose Übertragung möglich war. Dadurch wurden von Guliemo Marconi und Ferdinand Braun unabhängig voneinander die ersten Funktelegrafen entwickelt. Die erste erfolgreiche transatlantische Verbindung gab es im Jahr 1901. Von dort an entwickelte sich die Geschichte des Mobilfunk recht schnell, schon im Jahr 1923 gab es den ersten Radiosender in Deutschland und der Funk wurde auch in der Deutschen Reichsbahn früh genutzt. Der erste “richtige” Zugfunk wurde im Jahr 1926 auf der Verbindung Hamburg-Berlin eingerichtet.

Parallel entwickelte sich die Telefonnutzung weiter, ohne die der Mobilfunk von heute sich nie so weit entwickelt hätte. Das erste Telefon bzw. ähnliche Prinzipe gab es schon im Jahr 1860, ausgereifter war das Telefon dann im Jahr 1876, in dem es offiziell auf den Markt gebracht wurde. Schnell wurder der Telegraf vom Telefon ersetzt.

Auch wenn das Funkprinzip und das Telefon immer weiter modernisiert wurden, dauerte es noch eine ganze Weile, bis es denkbar war, dass Telefone und Funk auch von unterwegs zu benutzen wären. Vorher war es Normalität, dass diese Geräte nur von einem festen Standpunkt aus genutzt werden konnten. Im Jahr 1958 wurde dann das sogenannte A Netz eingerichtet, das es erstmals ermöglichte, von unterwegs zu telefonieren. Die damaligen Geräte waren jedoch sehr teuer und zudem unhandlich, groß und schwer, sodass sie erst von sehr wenigen und ausschließlich als Autotelefon genutzt wurden. Bis zur Einrichtung des heutigen D-Netzes bzw. seinem Nachfolger, dem UMTS-Netz dauerte es bis ins Jahr 1992. (Quelle: mobilefunkszene.de)

Die erste SMS wurde mit den Worten “Merry Christmas” ebenfalls im Jahr 1992 verschickt und Milliarden von Menschen verschicken noch heute täglich SMS. Inzwischen werden im Mobilfunk jedoch immer häufiger andere Message-Dienste wie WhatsApp, Facebook usw. genutzt, sodass die klassischen SMS immer mehr vom Markt verschwinden. Dahingehend wird es auch immer weitere Neuerungen geben. In Zukunft wird die Sprachsteuerung beim Verfassen von Nachrichten wahrscheinlich eher eine größere Rolle im Mobilfunk einnehmen. Ebenfalls weiter ausgebaut wird das Mobilfunknetz, sodass das Surfen im Internet für keinen Nutzer mehr ein Problem darstellt. Wo früher die Handys immer kleiner wurden, gilt dagegen jetzt wieder: je größer, desto besser. Das liegt daran, dass immer mehr Nutzer das Handy nicht mehr nur zum Mobilfunk, sondern auch zum Schauen von Videos etc. gebrauchen.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *